Antrittsworte von Bürgermeister Christian Natter

 

Rückblick

Ein herzliches Dankeschön gebührt dem scheidenden Bürgermeister Erwin Mohr, der die Geschicke von Wolfurt über 24 Jahre hindurch mit überdurchschnittlichem Engagement, Beliebtheit und Kompetenz ausgeübt hat. Seine Größe zeigt sich auch in der Weitsicht, mit der er die Übergabe geplant und die Weichenstellungen für die Zukunft vorgenommen hat. Es ist beabsichtigt, ihm bei einer Festveranstaltung im Oktober die entsprechende Würdigung für seine Verdienste zukommen zu lassen. Ein Dankeschön gebührt auch der neuen Vizebürgermeisterin Angelika Moosbrugger für die Annahme der neuen Herausforderung. Auch dem früheren Arbeitgeber, der Sparkasse Wolfurt mit dem Wolfurter Team und dem Vorstand Dr. Peter Mennel, möchte ich an dieser Stelle meinen Dank aussprechen. Nicht möglich gewesen wäre die Übernahme des Amtes ohne die Unterstützung meiner Familie, meinen Töchtern Lucia und Rosa, ganz besonders aber meiner Frau Olivia. Dafür ein ganz besonderes Danke.

Herausforderungen warten

Wenn ich auch in große Fußstapfen treten werde müssen, so bin ich trotzdem sicher, dass ich die neue Herausforderung meistern werde. Dies liegt einerseits darin, dass ich mich auf die Aufgabe freue – nur wer seinen Job gerne macht kann ihn auch gut machen. Zum zweiten kann ich mich auf eine tolle und kreative Mannschaft weitab von Parteiengeplänkel in Gemeindevorstand und Gemeindevertretung stützen und zum anderen auf eine eingespielte Rathausmannschaft. Ich bin also zuversichtlich, das schmucke Schiff „Wolfurt“ auch bei Gegenwind gemeinsam auf Kurs zu halten.
Mit der mutigen Entscheidung für das Hotelprojekt Sternen konnte ein Zeichen aktiver Wirtschaftspolitik auch in nicht so guten Zeiten gesetzt werden. Die Umsetzung des Dorfzentrums, eine bedachte Entwicklung des Gewerbegebietes und die sensible Erweiterung des Güterbahnhofes, sowie die Stärkung der heimischen Betriebe sind Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Möglich machen dies einerseits die gute finanzielle Situation unserer Gemeinde, aber vor allem der eigentliche Schatz, die Menschen, vor allem jene, die durch ihr meist ehrenamtliches Engagement unsere Gemeinde erst lebenswert machen. Es ist mir deshalb ein großes Anliegen, die Vereine und ihre Aktivitäten auch in Zukunft zu unterstützen und weiter auszubauen.
Besondere Herausforderungen warten im sozialen Bereich, wenngleich unsere Gemeinde schon heute über ein breitgefächertes Angebot verfügt. Hier gilt es mit den betroffenen Menschen unbürokratische Lösungen zu erarbeiten, die sinnvoll, machbar, aber auch finanzierbar sind. Und nicht zuletzt wird die Integration von Menschen aus anderen Kulturkreisen, die sich bei uns niedergelassen haben, ein wichtiges Thema der Zukunft sein.
Energiebewusstsein und Klimaschutz sind ein Gebot der Stunde, wobei wir erst am Beginn eines langen Prozesses stehen. Den begonnen Weg beharrlich weiterzugehen wird von uns noch viel Engagement und Konsequenz erfordern.
Über 70% der Wolfurter Kinder und Jugendlichen sind in Vereinen, einige engagieren sich in der offenen Jungendarbeit. Jugendliche ernst zu nehmen, sie zu unterstützen und zu begleiten scheint mir besonders wichtig zu sein. Ich möchte unbedingt auch junge Menschen für die Politik begeistern.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger! Es warten große Aufgaben auf uns – gemeinsam werden wir den Herausforderungen gewachsen sein.